Die PhDIPF-Academy: „Erfahrung sammeln in der Kommunikation von Forschung“

Derzeit arbeiten am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) rund 40 Nachwuchs­wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an ihrer Promotion. Vom Zweitsprach­erwerb über die Schullandschaft in Berlin bis zum Einfluss des Geschlechts auf den Schulerfolg beschäftigen sie sich dabei in den verschiedenen Abteilungen am DIPF mit den unterschiedlichsten Themen. Unterstützt werden sie während der Entstehung ihrer Doktorarbeit im Rahmen des institutsinternen interdisziplinären Promotionsförderprogramms, dem PhDIPF. Ein Ziel des Programms ist es, Möglichkeiten für abteilungsübergreifende Kooperationen und Austausch unter den Promovierenden am DIPF zu schaffen. Dazu dient besonders die einmal jährlich stattfindende PhDIPF-Academy, auf denen die angehenden Doktorandinnen und Doktoranden ihre Promotionsvorhaben vorstellen. Im Juni 2017 fand die Academy in der sechsten Runde statt. Wir haben Daniel Bengs, Doktorand im Informationszentrum Bildung und ehemaliges Mitglied der Promovierendenvertretung am DIPF, gefragt wie es war.
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“If you don’t know the answer, don’t pretend you do.” Challenges and potentials in science communication

The panel from left to right: Prof. Martin Heinrich, Dr. Jean-Paul Reeff, Arwen Cross, Prof. C. Katharina Spieß, Prof. Eckhard Klieme

Interdisciplinary cooperation in educational research can present a challenge to young scientists. The fields they come from vary from pedagogy to sociology to psychology, all with their own rules, paradigms and ways of operating. A workshop organised by the College for Interdisciplinary Educational Research (CIDER) and the Leibniz Education Research Network Alliance (LERN) held in Berlin in January 2017 brought researchers with different backgrounds together and offered them the opportunity to present and discuss their current work. The workshop included a plenary debate on the challenges and potentials of science communication, an issue any educational researcher will be confronted with sooner or later in their career. In accordance with the idea of interdisciplinarity, the panellists also came from different backgrounds, ranging from economics to innovation management and international cooperation. We were at the event to hear their stance on the current status of science communication. One thing quickly became clear: The audiences of science communication are as diverse as the scientific approaches underlying educational research.

By Stephanie Pauly

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Lokale (Micro)Services in der global vernetzten virtuellen Forschungswelt – die Frankfurter Forschungsbibliothek des DIPF

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Simon Rettelbach

Von Dr. Simon Rettelbach
„Nicht weniger als ein neues Wissenschaftsparadigma hat die Wissenschaftstheorie unter dem Schlagwort e-Science für „enhanced Science“ ausgerufen: Der Terminus steht für neue Arbeitstechniken, Werkzeuge und Kommunikationsplattformen in einer digitalen und ubiquitär – also allgegenwärtig – vernetzten Umwelt. Und tatsächlich haben sich Forschung und Wissenschaft unter diesen Voraussetzungen grundlegend verändert. Neue (und nicht mehr ganz so neue) Webtechnologien erleichtern die Kommunikation und Kollaboration der Forscherinnen und Forscher dramatisch. Sehen sich diese zudem noch der Bewegung der Open Science verpflichtet, bieten ihnen Webplattformen Möglichkeiten, auch ein breites Publikum außerhalb des Elfenbeinturms der Wissenschaft an ihren Erkenntnisgewinnen partizipieren zu lassen.

Welche Rolle aber spielt die Frankfurter Forschungsbibliothek als Instituts- und pädagogische Spezialbibliothek des DIPF in einer Welt, in der jede Publikation weltweit nur einen Klick entfernt ist, der Forschungsprozess zunehmend virtualisiert und Forschungsergebnisse tagesaktuell in die Welt gebloggt werden?

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Vom Seminar zur Juniorprofessur

FRAGEN AN Professor Johannes Hartig, der im Interview erklärt, warum vom Engagement des DIPF in der Lehre Studierende, Qualifikanten und Institut profitieren.

Frage: „Warum engagiert sich ein Forschungsinstitut wie das DIPF in der Lehre?“

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Professor Johannes Hartig unterrichtet in diesem Semester Forschungsmethoden im Master und Statistik im Bachelor Psychologie. Dabei rekrutiert er schon mal zukünftige Professorinnen.

Hartig: „Zum einen hält die Beteiligung an der Lehre das Verhältnis zum Fachbereich aufrecht. Da wir ein interdisziplinäres Institut sind, sind das ganz unterschiedliche Fachbereiche an unterschiedlichen Universitäten. Unsere Professorinnen und Professoren sind zur Lehre verpflichtet. Da jede der DIPF-Professuren an einem Unifachbereich angesiedelt ist, ist damit selbstverständlich ein Lehrdeputat verbunden. Aber nicht nur wir Professorinnen und Professoren geben Seminare und halten Vorlesungen, auch unsere Post-Docs und Promovierenden sind beteiligt. Für sie ist diese Beteiligung ein wichtiger Teil ihrer wissenschaftlichen Qualifikation – wer plant, am DIPF zu habilitieren oder seine Doktorarbeit zu schreiben, kann also durchaus auch Lehrerfahrung sammeln. Wir haben in vieler Hinsicht sehr gute Arbeitsbedingungen für die wissenschaftliche Qualifikation. Deshalb ist es uns außerdem wichtig, dass unserem wissenschaftlichen Nachwuchs in der weiteren Laufbahn kein Nachteil entsteht, nur weil er nach der Qualifikationsphase ohne Lehrerfahrung dastünde. Noch etwas: Unsere Qualifikanten bekommen formale Lehraufträge, die zum Teil sogar vergütet sind – wie ein Nebenjob sozusagen.“

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Bachelorarbeit am DIPF: Eine achtsame Entscheidung

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Jens-Steffen Scherer hat ein halbes Jahr am DIPF gearbeitet und hier seine Bachelorarbeit geschrieben.

WEGE IN DIE WISSENSCHAFT Jens-Steffen Scherer schließt gerade in Mannheim seinen Bachelor in Psychologie ab. Seine Bachelorarbeit hat der 23-Jährige als Praktikant am IDeA-Zentrum des DIPF geschrieben. Dem DIPFblog erklärt er, wie es dazu kam:

„Während meines Studiums habe ich festgestellt, dass ich mich für individuelle Lernvoraussetzungen und Bildungsfragen interessiere. Bei einer Internetrecherche gegen Ende meines Studiums bin ich auf das DIPF gestoßen und habe mich initiativ für ein Praktikum bei der Abteilung Bildung und Entwicklung beworben. Da mir bei meiner Abschlussarbeit wichtig war, einer eigenen Forschungsfrage nachzugehen, hat sich das Naheliegende ergeben: Ich konnte diese Arbeit am DIPF schreiben und eine Achtsamkeitsstudie durchführen.

Es hat wirklich alles gepasst: der Zeitpunkt, die Betreuung durch Sven Lindberg und die Forschungsumgebung. Dafür bin ich extra von Mannheim nach Frankfurt gezogen und habe insgesamt ein halbes Jahr am DIPF gearbeitet. Während der Interventionsphase meiner Studie haben ich und mein Team zwei Wochen lang täglich für 15 Minuten an einer Gesamtschule in Frankfurt Kurzzeit-Trainings zur Steigerung der Achtsamkeit mit den Schülerinnen und Schülern gemacht und anschließend evaluiert. Achtsamkeit ist eine besondere Form der Aufmerksamkeit, bei der es darum geht, den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten. Achtsamkeit in Schulen zu implementieren erscheint besonders vielversprechend, weil viele Auswirkungen mit dem Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler zusammenhängen. Meine Ergebnisse weisen darauf hin, dass für den Erfolg die Motivation der Kinder vorhanden sein muss. Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass sich positive Effekte erst längerfristig einstellen.

Als nächstes werde ich nun von Neuseeland aus durch Südostasien reisen und bewusst einen Schritt zurücktreten, um aus einem anderen Blickwinkel neue Pläne schmieden. Momente zur Achtsamkeit – oder ‚mindfulness‘, wie es präziser auf  Englisch heißt – werden dabei sicherlich auch entscheidend sein.“

Neben der theoretischen Ausbildung an den Hochschulen sind Praktika für Studierende wichtig, um eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Durch ein Praktikum am DIPF (max. sechs Monate) können sich Studierende der Pädagogik, Soziologie und Psychologie oder Studierende aus den Bereichen Informations- und Kommunikationswissenschaften, Dokumentations- oder Bibliothekswesen durch Mitarbeit an Projekten oder im Tagesgeschäft effizient und wirklichkeitsnah auf das Berufsleben vorbereiten.

Anfragen nach einer Praktikumsstelle können an die in Projekten angegebenen Ansprechpartner/ Ansprechpartnerinnen oder die Abteilungssekretariate gerichtet werden.

(te)

„Internationale Kontakte knüpfen“

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Dr. Anna-Katharina Praetorius an ihrem neuen Arbeitsplatz im DIPF.

In der Abteilung Bildungsqualität und Evaluation gibt es ein neues Gesicht: Seit Kurzem ist Dr. Anna-Katharina Praetorius Habilitandin am DIPF. Sie hat Pädagogik, Grundschulpädagogik und Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg studiert, war anschließend Promotionsstipendiatin an der Universität Koblenz-Landau im DGF-Graduiertenkolleg „Unterrichtsprozesse“ und später Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Psychologie der Universität Augsburg. Weiterlesen

Arbeiten und Promovieren am DIPF – wie geht das?

Professor Dr. Eckhard Klieme
Professor Dr. Eckhard Klieme

INTERVIEW Der wissenschaftliche Nachwuchs war diese Woche eines der großen Themen am DIPF. Das Institut hatte Professor Dr. Matthias Kleiner zu Gast, den Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, der sich insbesondere um den Austausch mit den Doktorandinnen und Doktoranden bemühte. Aber was heißt es eigentlich, sich als junge Wissenschaftlerin oder als junger Wissenschaftler am DIPF zu bewerben? Was erwartet einen und welche Voraussetzungen sind notwendig – vor allem hinsichtlich einer Promotion? Studierende des Masterstudiengangs Erziehungswissenschaft der Frankfurter Goethe-Universität haben Fragen an DIPF-Vorstandsmitglied Professor Dr. Eckhard Klieme gestellt. Für seine Abteilung Bildungsqualität und Evaluation hat er ihnen ausführlich geantwortet. Weiterlesen

„Darin liegt die Zukunft“

Prof. Dr. Markus Hasselhorn ist Direktor des DIPF.
Professor Dr. Markus Hasselhorn ist Direktor des DIPF.

INTERVIEW Rund 60 Doktorandinnen und Doktoranden zählt das DIPF derzeit. Im Interview mit unserem Instituts-Journal DIPF informiert erläutert Professor Dr. Marcus Hasselhorn (Direktor des DIPF und  Direktor der Institutsabteilung Bildung und Entwicklung)   die Besonderheiten der Nachwuchsförderung an einem außeruniversitären Institut wie dem DIPF. Und er stellt klar, warum es so wichtig ist, angehende Forscherinnen und Forscher zu betreuen und in die eigene Arbeit einzubinden.

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