Technology Based Assessment … in Afghanistan

Foto: Nasir Mahboob

Am Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA-Zentrum) des DIPF entwickeln und erforschen Fachleute aus den unterschiedlichsten Disziplinen gemeinsam computerbasierte Verfahren zur Erfassung von Lernergebnissen. Die Teams vereinen Expertise aus Psychologie, Informatik, Psychometrie und Ingenieurswesen. Sie unterstützen Erhebungen wie das Nationale Bildungspanel oder die internationalen PISA-Studien. Jüngstes Beispiel: Das Zentrum begleitet im Rahmen eines GIZ-Projektes ein Verfahren, mit dem in Afghanistan Schülerinnen und Schülern für die Aufnahme in Modellschulen ausgewählt werden. Dr. Jean-Paul Reeff hat die Arbeiten koordiniert, Angelika Sichma war dafür zuständig, die am DIPF und der Universität Luxemburg entwickelten Aufgaben für die computergestützte Kompetenzmessung aufzubereiten. Wir haben die beiden in Frankfurt zum Gespräch getroffen. Weiterlesen

Entwicklungsverläufe von Kindern verstehen – Bildungsforschung am Frankfurter IDeA-Zentrum

Dr. Ulrike Hartmann
Foto: Andrea Herzog

Dr. Ulrike Hartmann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildungsforschung in der School of Education der Bergischen Universität Wuppertal. Bis 2016 hat sie am DIPF die Koordination des IDeA-Zentrums geleitet. Das Center for Research on Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk ist ein interdisziplinäres wissenschaftliches Zentrum zur Erforschung der Lernprozesse von Kindern, deren Bildungserfolg gefährdet ist. Ziel ist es, die Erkenntnisse zu generieren, die zur Verbesserung individueller Lernchancen beitragen können. Nun ist ein Sammelband mit den Ergebnissen ausgewählter Forschungsprojekte aus den ersten sechs Jahren des IDeA-Zentrums im Kohlhammer Verlag erschienen. Im Interview erläutert Mitherausgeberin Hartmann die Zielsetzung von IDeA, gibt einen Vorgeschmack auf die Inhalte des Buches und verrät uns, wie lange es dauert, bis aus den Beiträgen von über 60 Personen ein Sammelband wird.

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“Science communication is successful when we have an impact on society”

Professor Eckhard Klieme, Director of the Department of Educational Quality and Evaluation at DIPF

Educational research has often been criticised as being too theoretical and inaccessible to a non-academic audience. Especially large scale assessments have been accused of reducing learning to achievement and performance rankings, failing to take into account the realities of the classroom. At a plenary debate on the challenges and potentials of science communication organised by the College for Interdisciplinary Educational Research (CIDER) and the Leibniz Education Research Network Alliance (LERN) in Berlin in January 2017, one of the challenges discussed was how educational researchers can ensure educational practitioners benefit from their findings. One of the panellists was Professor Eckhard Klieme, Director of the Department of Educational Quality and Evaluation at DIPF. We met him after the discussion to find out about his view on the collaboration between researchers and practitioners, why he feels it is important that young researchers sometimes think beyond publications and why it is sometimes easier to turn to English in science communication.

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“If you don’t know the answer, don’t pretend you do.” Challenges and potentials in science communication

The panel from left to right: Prof. Martin Heinrich, Dr. Jean-Paul Reeff, Arwen Cross, Prof. C. Katharina Spieß, Prof. Eckhard Klieme

Interdisciplinary cooperation in educational research can present a challenge to young scientists. The fields they come from vary from pedagogy to sociology to psychology, all with their own rules, paradigms and ways of operating. A workshop organised by the College for Interdisciplinary Educational Research (CIDER) and the Leibniz Education Research Network Alliance (LERN) held in Berlin in January 2017 brought researchers with different backgrounds together and offered them the opportunity to present and discuss their current work. The workshop included a plenary debate on the challenges and potentials of science communication, an issue any educational researcher will be confronted with sooner or later in their career. In accordance with the idea of interdisciplinarity, the panellists also came from different backgrounds, ranging from economics to innovation management and international cooperation. We were at the event to hear their stance on the current status of science communication. One thing quickly became clear: The audiences of science communication are as diverse as the scientific approaches underlying educational research.

By Stephanie Pauly

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Lokale (Micro)Services in der global vernetzten virtuellen Forschungswelt – die Frankfurter Forschungsbibliothek des DIPF

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Simon Rettelbach

Von Dr. Simon Rettelbach
„Nicht weniger als ein neues Wissenschaftsparadigma hat die Wissenschaftstheorie unter dem Schlagwort e-Science für „enhanced Science“ ausgerufen: Der Terminus steht für neue Arbeitstechniken, Werkzeuge und Kommunikationsplattformen in einer digitalen und ubiquitär – also allgegenwärtig – vernetzten Umwelt. Und tatsächlich haben sich Forschung und Wissenschaft unter diesen Voraussetzungen grundlegend verändert. Neue (und nicht mehr ganz so neue) Webtechnologien erleichtern die Kommunikation und Kollaboration der Forscherinnen und Forscher dramatisch. Sehen sich diese zudem noch der Bewegung der Open Science verpflichtet, bieten ihnen Webplattformen Möglichkeiten, auch ein breites Publikum außerhalb des Elfenbeinturms der Wissenschaft an ihren Erkenntnisgewinnen partizipieren zu lassen.

Welche Rolle aber spielt die Frankfurter Forschungsbibliothek als Instituts- und pädagogische Spezialbibliothek des DIPF in einer Welt, in der jede Publikation weltweit nur einen Klick entfernt ist, der Forschungsprozess zunehmend virtualisiert und Forschungsergebnisse tagesaktuell in die Welt gebloggt werden?

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So entsteht die Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens

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Dr. Stefan Kühne ist wissenschaftlicher Koordinator der nationalen Bildungsberichterstattung.

Im Juni erscheint die aktuelle Ausgabe des alle zwei Jahre veröffentlichten nationalen Bildungsberichts. Welche Arbeit in dem Werk steckt und wer alles daran beteiligt ist, darüber berichtet hier DIPF-Mitarbeiter Dr. Stefan Kühne, der wissenschaftliche Koordinator der nationalen Bildungsberichterstattung.

Zum Hintergrund: Der Bericht liefert regelmäßig eine fundierte Bestandsaufnahme des gesamten Bildungswesens mit all seinen Bereichen – von der Kita bis zur Weiterbildung. Zusätzlich beleuchtet der von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Bericht jedes Mal einen wechselnden Schwerpunkt. 2014 war das die Bildung von Menschen mit Behinderungen und in der neuen Ausgabe geht es im Schwerpunktkapitel um das Thema „Bildung und Migration“. Insgesamt erstrecken sich die Texte, Grafiken und Tabellen, die sich auf aktuelle und repräsentative Daten der amtlichen Statistik oder aus großen Erhebungen der empirischen Bildungs- und Sozialforschung beziehen, auf mehr als 300 Seiten. Stefan Kühne erläutert das Zustandekommen:

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Vom Seminar zur Juniorprofessur

FRAGEN AN Professor Johannes Hartig, der im Interview erklärt, warum vom Engagement des DIPF in der Lehre Studierende, Qualifikanten und Institut profitieren.

Frage: „Warum engagiert sich ein Forschungsinstitut wie das DIPF in der Lehre?“

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Professor Johannes Hartig unterrichtet in diesem Semester Forschungsmethoden im Master und Statistik im Bachelor Psychologie. Dabei rekrutiert er schon mal zukünftige Professorinnen.

Hartig: „Zum einen hält die Beteiligung an der Lehre das Verhältnis zum Fachbereich aufrecht. Da wir ein interdisziplinäres Institut sind, sind das ganz unterschiedliche Fachbereiche an unterschiedlichen Universitäten. Unsere Professorinnen und Professoren sind zur Lehre verpflichtet. Da jede der DIPF-Professuren an einem Unifachbereich angesiedelt ist, ist damit selbstverständlich ein Lehrdeputat verbunden. Aber nicht nur wir Professorinnen und Professoren geben Seminare und halten Vorlesungen, auch unsere Post-Docs und Promovierenden sind beteiligt. Für sie ist diese Beteiligung ein wichtiger Teil ihrer wissenschaftlichen Qualifikation – wer plant, am DIPF zu habilitieren oder seine Doktorarbeit zu schreiben, kann also durchaus auch Lehrerfahrung sammeln. Wir haben in vieler Hinsicht sehr gute Arbeitsbedingungen für die wissenschaftliche Qualifikation. Deshalb ist es uns außerdem wichtig, dass unserem wissenschaftlichen Nachwuchs in der weiteren Laufbahn kein Nachteil entsteht, nur weil er nach der Qualifikationsphase ohne Lehrerfahrung dastünde. Noch etwas: Unsere Qualifikanten bekommen formale Lehraufträge, die zum Teil sogar vergütet sind – wie ein Nebenjob sozusagen.“

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Lust auf Argentinien?

Was passiert eigentlich in der Bildungsforschung in Argentinien? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 25. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft werden am kommenden Wochenende einen Einblick erhalten – denn das erste Mal in der Geschichte der Tagung gibt es ein Gastland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem südamerikanischen Staat präsentieren ihre Arbeit in Vorträgen und Workshops.

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Link zum Dossier

Das große Bild – mit welchen Themen sich die Bildungsforschung in Argentinien befasst, welche Institutionen und Organisationen das Feld bestimmen – zeichnet ein Dossier von DIPF-Mitarbeiterin Nadia Cohen mit wichtigen Links und Kontakten, Themen und Trends für Forschende. Die Redakteurin betreut am Informationszentrum Bildung das Portal „Bildung Weltweit“ und erklärt, worauf sie bei der Recherche, Systematisierung und Aufbereitung geachtet hat:

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„Dyslexic readers face different challenges in reading of different orthographies“

Dr. Irit Bar-Kochva is a scholarship holder at DIPF.
Dr. Irit Bar-Kochva is a scholarship holder at DIPF.

THREE QUESTIONS TO Irit Bar-Kochva, scholarship holder at DIPF, researches the development of successful learning and specifically lexical intervention in reading. In our interview, she explains why German and Spanish children learn reading very fast compared to English pupils and how readers who struggle with dyslexia might be helped.

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Von Chemnitz bis Chile: Bildungsforschung auf drei Kontinenten

Sandy Taut
Sandy Taut

Was macht eigentlich die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im internationalen Vergleich aus? Eine gute Ansprechpartnerin für diese Frage ist Professorin Dr. Sandy Taut. Die gebürtige Chemnitzerin studierte zunächst in Köln, wurde dann in den USA in Erziehungswissenschaft promoviert und arbeitet inzwischen seit neun Jahren in Chile, wo sie in der Hauptstadt Santiago Professorin am Zentrum für Bildungsmessung der „Pontificia Universidad Católica de Chile“ ist. Im Rahmen eines längeren Forschungsaufenthaltes in Deutschland war die Bildungsforscherin vor Kurzem zu Gast am DIPF. Im Kurzinterview erzählt sie ein wenig von ihren internationalen Erfahrungen. Weiterlesen