„Neue Technologien können die Bildung bereichern“

Children using computer in school
Digitale Hilfsmittel können dazu beitragen, gezielter auf die individuellen Bedürfnisse von Lernenden einzugehen – wenn sie richtig genutzt werden. Foto: Rido/Fotolia

Lern-Apps, virtuelle Bibliotheken, 3D-Drucker in Schulklassen: In der Diskussion über die digitale Bildung werden viele Möglichkeiten aufgezeigt. Zugleich warnen Fachleute auch vor überzogenen Erwartungen und möglichen Risiken, zum Beispiel beim Datenschutz. Informatik-Professor Hendrik Drachsler forscht am DIPF zu diesem Themenfeld. Im Interview legt er dar, was es braucht, um die neuen Techniken sinnvoll und vertrauenswürdig für das Lehren und Lernen nutzen zu können. Der Experte für Educational Technologies und Learning Analytics beleuchtet die Entwicklung in Deutschland und erläutert, welchen Beitrag die Wissenschaft leisten kann.

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Wissenschaftliche Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt

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Viele Arbeitssuchende in Deutschland bringen auch ohne anerkannten Ausbildungsabschluss Erfahrungen und Fertigkeiten in Berufen mit. Das trifft zum Beispiel auf Zugewanderte zu, die ihre Qualifikationen nicht nachweisen können. Diese Kompetenzen soll das neue, computergestützte Testverfahren MYSKILLS sichtbar machen. Entwickelt hat es die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung. Das Verfahren ist in sechs Sprachen verfügbar und vor kurzem bundesweit in den Arbeitsagenturen und Jobcentern angelaufen – für zunächst acht Berufe. Weitere folgen demnächst. Die Testergebnisse sollten helfen, die Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Zum Gelingen von MYSKILLS tragen auch zwei wissenschaftliche Teams des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) bei. Dabei geht es zum einen um die Methodik der Tests, zum anderen um das für die Tests genutzte technische System. Prof. Dr. Johannes Hartig und Prof. Dr. Frank Goldhammer gehören jeweils zum Leitungskreis eines der beiden Teams. Im Interview erläutern die beiden Forscher genauer, wie das Institut das Erfassen der beruflichen Kompetenzen unterstützt.

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„Public education at the crossroads“: Diskussionsteilnehmer kurz vorgestellt

 

 

Ein Videotrailer mit Kurzvorstellung der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer ice-Podiumsdiskussion am Vorabend zur AERA 2018 (13. – 17. April) im Deutschen Wissenschaftshaus in New York. Diskussionsthema war die Zukunft des öffentlichen Bildungswesens in einer zunehmend globalisierten Welt.

„Bildungswissen vielfältig nutzen“

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Wie können Wissenschaft und andere gesellschaftliche Gruppen im  Bildungsbereich voneinander lernen? Diese Frage ist für die Arbeit am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) essentiell. Um den Wissenstransfer voranzutreiben, sucht das DIPF den Austausch mit Bildungspraxis, Bildungspolitik und Bildungsverwaltung ebenso wie mit der breiten  interessierten Öffentlichkeit und hat zudem intern eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet  – geleitet von Dr. Juliane Grünkorn. Im Interview erklärt die Bildungsforscherin, wie aus Transfer von Wissen über Bildung ein echter Mehrwert für alle Seiten entstehen kann. Doch sie betont auch: Das Ganze ist kein Selbstläufer. Weiterlesen

(Bildungs-)Bericht aus Shanghai

Die Shanghai International Studies University. Foto: DIPF

Die Trends in unserem Bildungssystem beobachten nicht nur deutsche Medien und Bildungsforschende genau. Auch im Reich der Mitte hat man reges Interesse an Bildung in Deutschland. An der Shanghai International Studies University (SISU) gibt es seit 2014 ein Informations- und Forschungszentrum, das Entwicklungen im deutschen Bildungssystem analysiert und für das chinesische Publikum aufbereitet – in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Professor Dr.  Hans-Peter Füssel, ehemaliger Stellvertretender Leiter der Abteilung Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens (heute Struktur und Steuerung des Bildungswesens) am DIPF, war im Herbst 2017 vor Ort. Wir haben nachgefragt, welche Themen in Shanghai gerade besonders unter die Lupe genommen werden.

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Bildung lohnt sich auf dem Arbeitsmarkt – aber nicht immer in gleicher Weise

Die Erträge von Bildung auf dem Arbeitsmarkt stehen im Mittelpunkt des letzten Beitrags unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des nationalen Bildungsberichts. Professorin Dr. Susan Seeber von der Georg-August-Universität Göttingen und Professor Dr. Martin Baethge vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen legen dar, welchen Einfluss der Bildungsstand auf Erwerbsbeteiligung,  Einkommen und berufliche Position hat. Zugleich legen sie dar, dass diese Erträge je nach sozialer Gruppe, Geschlecht, Region, beruflicher Fachrichtung und inhaltlicher Passung von Ausbildung und Beschäftigung unterschiedlich ausfallen können:

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In den vergangenen Jahren war in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Erwerbsbeteiligung der 25- bis unter 65-Jährigen zu beobachten. Foto: contrastwerkstatt – Fotolia.com

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Technology Based Assessment … in Afghanistan

Foto: Nasir Mahboob

Am Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA-Zentrum) des DIPF entwickeln und erforschen Fachleute aus den unterschiedlichsten Disziplinen gemeinsam computerbasierte Verfahren zur Erfassung von Lernergebnissen. Die Teams vereinen Expertise aus Psychologie, Informatik, Psychometrie und Ingenieurswesen. Sie unterstützen Erhebungen wie das Nationale Bildungspanel oder die internationalen PISA-Studien. Jüngstes Beispiel: Das Zentrum begleitet im Rahmen eines GIZ-Projektes ein Verfahren, mit dem in Afghanistan Schülerinnen und Schülern für die Aufnahme in Modellschulen ausgewählt werden. Dr. Jean-Paul Reeff hat die Arbeiten koordiniert, Angelika Sichma war dafür zuständig, die am DIPF und der Universität Luxemburg entwickelten Aufgaben für die computergestützte Kompetenzmessung aufzubereiten. Wir haben die beiden in Frankfurt zum Gespräch getroffen.

Technology Based Assessment … in Afghanistan_ENGLISH

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Bildung und Migration: Schritte in die richtige Richtung, denen weitere folgen müssen

In einem neuen Beitrag unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des aktuellen nationalen Bildungsberichts liegt das Augenmerk auf dem Schwerpunktthema des Berichts: Bildung und Migration. Professor Dr. Kai Maaz und Dr. Daniela Jäger-Biela vom DIPF geben einen detaillierten Überblick über die Entwicklung in diesem Bereich in den vergangenen Jahren und weiterhin bestehende Herausforderungen:

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2013 hatte ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Foto: Fotolia.com – Robert Kneschke

„Das Verhältnis von Migration und Bildung ist für die Bundesrepublik seit je her von großer Bedeutung. Noch bevor es zu den aktuellen Wanderungsbewegungen kam, hatte 2013 bereits ein Fünftel der Bevölkerung hierzulande einen Migrationshintergrund (siehe *Stichwort Migrationshintergrund). Und bezogen auf die besonders bildungsrelevanten Altersgruppen liegt bundesweit der Anteil der unter 10-Jährigen mit 35 Prozent und der 10- bis unter 20-Jährigen mit zirka 30 Prozent noch einmal deutlich höher. Das Schwerpunktkapitel des aktuellen Bildungsberichts setzt sich intensiv mit dieser Thematik auseinander und nimmt dabei folgende zentrale Fragen in den Blick: Wie ist Integration im letzten Jahrzehnt in den Bildungsbereichen verlaufen, welche Herausforderungen bleiben und welche Ergebnisse, die Disparitäten erklären könnten, liegen bisher vor? Der folgende Beitrag gibt hierzu einen Überblick.

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“Science communication is successful when we have an impact on society”

Professor Eckhard Klieme, Director of the Department of Educational Quality and Evaluation at DIPF

Educational research has often been criticised as being too theoretical and inaccessible to a non-academic audience. Especially large scale assessments have been accused of reducing learning to achievement and performance rankings, failing to take into account the realities of the classroom. At a plenary debate on the challenges and potentials of science communication organised by the College for Interdisciplinary Educational Research (CIDER) and the Leibniz Education Research Network Alliance (LERN) in Berlin in January 2017, one of the challenges discussed was how educational researchers can ensure educational practitioners benefit from their findings. One of the panellists was Professor Eckhard Klieme, Director of the Department of Educational Quality and Evaluation at DIPF. We met him after the discussion to find out about his view on the collaboration between researchers and practitioners, why he feels it is important that young researchers sometimes think beyond publications and why it is sometimes easier to turn to English in science communication.

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Erwerbsstruktur in Familien – so verteilen sich die Rollen

Ein weiterer Teil unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des aktuellen nationalen Bildungsberichtes steht nun online zur Verfügung. Professorin Dr. Ulrike Rockmann von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin sowie Dr. Holger Leerhoff und Thomas Lehmann vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg skizzieren die Erwerbssituation  in Familien mit Kindern und gehen dabei unter anderem auf den Stand des männlichen Alleinverdienermodells ein:

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In fast der Hälfte der Familien ist der Mann in Vollzeit und die Frau in Teilzeit beschäftigt. Foto: Flairimages – Fotolia

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in den vergangenen Jahren mehr und mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Tradierte Rollenverhältnisse wurden hinterfragt, die Möglichkeiten und Notwendigkeiten zur Erwerbstätigkeit neu bewertet. So eröffneten sich im Zuge der zunehmenden Gleichberechtigung und Akzeptanz der frühkindlichen Bildung sowie der erweiterten Angebote vor der Einschulung und später in der Schule Möglichkeiten für die Erwerbstätigkeit beider Elternteile – wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden. Gleichzeitig ergab sich vielfach aus ökonomischen Zwängen die Notwendigkeit, dass beide Partner Geld verdienen, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Im Folgenden soll die aktuelle Situation betrachtet werden.

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