Hoffnungsträger Kita & Co

Im neuesten Teil unserer Blog-Serie zu den Ergebnissen des aktuellen nationalen Bildungsberichts werfen mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Mariana Grgic und Christiane Meiner-Teubner Forscherinnen und Forscher des Deutschen Jugendinstituts (DJI) einen Blick auf die Lage im frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsbereich – auf erfüllte oder enttäuschte Erwartungen, auf genutzte Chancen und weiter bestehende Herausforderungen:

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Die Anzahl der Plätze in frühkindlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist allein von 2013 bis 2015 um 100.000 Stück gestiegen.  Foto: Lucélia Ribeiro

„Gesellschaftliche Reformen sind stets begleitet von Hoffnungen und Sorgen. Das Feld der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bildet da keine Ausnahme: Der Ausbau der Kindertagesbetreuung im vergangenen Jahrzehnt war immer auch geprägt von einer Mischung aus Zuversicht und Skepsis – bei Verantwortlichen, Betroffenen sowie Beobachterinnen und Beobachtern. So erwarteten manche Beteiligte, dass sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die Schaffung einer ausreichenden Zahl an Plätzen im frühkindlichen Bildungsbereich verbessern sowie – damit verbunden – die Erwerbstätigkeit von Frauen steigen werde. Betont wurde auch immer wieder, dass ein früher Einstieg in die Kindertagesbetreuung die Bildungschancen von Kindern aus benachteiligten Familien erhöhen werde. Demgegenüber warnten Skeptikerinnen und Skeptiker vor einem dramatischen Bedeutungsverlust der Familie für Kinder. Im Folgenden soll deshalb eine kurze Bilanz gezogen werden: Welche in den Ausbau der frühkindlichen Bildungsangebote gesetzten Hoffnungen haben sich erfüllt, welche nicht? Welche Befürchtungen wurden von der Realität bestätigt, welche nicht? Dabei zeichnet der Beitrag vier ausgewählte Entwicklungstendenzen nach.

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