Technology Based Assessment … in Afghanistan

Foto: Nasir Mahboob

Am Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA-Zentrum) des DIPF entwickeln und erforschen Fachleute aus den unterschiedlichsten Disziplinen gemeinsam computerbasierte Verfahren zur Erfassung von Lernergebnissen. Die Teams vereinen Expertise aus Psychologie, Informatik, Psychometrie und Ingenieurswesen. Sie unterstützen Erhebungen wie das Nationale Bildungspanel oder die internationalen PISA-Studien. Jüngstes Beispiel: Das Zentrum begleitet im Rahmen eines GIZ-Projektes ein Verfahren, mit dem in Afghanistan Schülerinnen und Schülern für die Aufnahme in Modellschulen ausgewählt werden. Dr. Jean-Paul Reeff hat die Arbeiten koordiniert, Angelika Sichma war dafür zuständig, die am DIPF und der Universität Luxemburg entwickelten Aufgaben für die computergestützte Kompetenzmessung aufzubereiten. Wir haben die beiden in Frankfurt zum Gespräch getroffen.

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So entsteht die Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens

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Dr. Stefan Kühne ist wissenschaftlicher Koordinator der nationalen Bildungsberichterstattung.

Im Juni erscheint die aktuelle Ausgabe des alle zwei Jahre veröffentlichten nationalen Bildungsberichts. Welche Arbeit in dem Werk steckt und wer alles daran beteiligt ist, darüber berichtet hier DIPF-Mitarbeiter Dr. Stefan Kühne, der wissenschaftliche Koordinator der nationalen Bildungsberichterstattung.

Zum Hintergrund: Der Bericht liefert regelmäßig eine fundierte Bestandsaufnahme des gesamten Bildungswesens mit all seinen Bereichen – von der Kita bis zur Weiterbildung. Zusätzlich beleuchtet der von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Bericht jedes Mal einen wechselnden Schwerpunkt. 2014 war das die Bildung von Menschen mit Behinderungen und in der neuen Ausgabe geht es im Schwerpunktkapitel um das Thema „Bildung und Migration“. Insgesamt erstrecken sich die Texte, Grafiken und Tabellen, die sich auf aktuelle und repräsentative Daten der amtlichen Statistik oder aus großen Erhebungen der empirischen Bildungs- und Sozialforschung beziehen, auf mehr als 300 Seiten. Stefan Kühne erläutert das Zustandekommen:

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„Individuelle Förderung – am besten den ganzen Tag lang“

Monika mattes
Dr. Monika Mattes

FRAGEN AN Warum es diese Einsicht in Deutschland schwer hatte, der Westen des Landes über Jahrzehnte international einen Sonderweg gegangen ist und wie diese Entwicklung im Ost-West-Konflikt begründet liegt, erklärt die DIPF-Bildungshistorikerin Dr. Monika Mattes im Interview.

Frage: „Ein Konsortium aus Wissenschaftlern, an dem auch Kolleginnen und Kollegen vom DIPF beteiligt sind, legt dieser Tage neue Ergebnisse der StEG-Studie vor. Sie selbst haben Jahre lang zur Ganztagsschule an einer eigenen Studie geforscht – aus einer historischen Perspektive. Wo steht die Entwicklung, wenn man den historischen Abgleich betrachtet?“

Mattes: „Ich würde aktuell von einer Reformphase sprechen, die mit dem Investitionsprogramm der rot-grünen Regierung 2003 zum Ausbau von Ganztagsschulen begonnen hat – auch in Reaktion auf das schlechte Abschneiden Deutschlands in der ersten PISA-Studie 2000. Das 4 Milliarden-Investitionsprogramm markiert eine Weichenstellung für mehr Ganztagsschulen und eine deutliche Abkehr von der bisherigen westdeutschen Tradition als Halbtagsschulland.“

Frage: „Liegt in dieser Tradition auch die erschwerte Einführung der Ganztagsschule in Deutschland begründet?“

Kramsdorf, Krippenkinder beim Essen
Westdeutsches Schreckensbild: Kinder in einem Hort im Kreis Weimar 1989. Inder DDR war die Kombination aus Halbtagsschule und Schulhort die Regel. Foto: Hirndorf

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„OER immun gegenüber Einfluss durch Unternehmen“

DREI FRAGEN AN Axel Kühnlenz und Ingo Blees vom Informationszentrum Bildung (IZB) des DIPF, an dem neben zentralen Forschungs- und Informationsinfrastrukturen auch der Deutsche Bildungsserver koordiniert wird, beantworten Fragen zum Einfluss von Unternehmen auf Unterrichtsmaterialien, die Qualitätsstandards der einzelnen Portale des Bildungsservers und was sich durch die Open Educational Resources (OER) ändert.

Frage: „Der Deutsche Bildungsserver verfügt über unterschiedliche Portale, einen Newsletter und Dossiers zu aktuellen Themen. Unter anderem kann man bei Euch auch nach Unterrichtsmaterialien, Projektangeboten, Weiterbildungsangeboten, nützlichen Kontakten und anderen Informationen rund um Bildung suchen. Auch Nutzerinnen und Nutzer können etwas einstellen. Nach welchen Kriterien entscheidet Ihr, welche Links und Hinweise aufgenommen werden, beziehungsweise stehen bleiben können?“

Ingo Blees: „Sämtliche Einträge sind bei uns händisch und intellektuell geprüft, das heißt, wir beschäftigen dafür qualifizierte, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Derzeit sind es im engeren Sinne acht Bildungsserver-Redakteurinnen und -Redakteure an der Koordinierungsstelle hier am IZB des DIPF, die laufend Einträge ergänzen und aktualisieren oder Veraltetes löschen. Weiterlesen

Eine wissenschaftliche Begleitung „betritt Neuland“

DREI FRAGEN AN Dr. Marko Neumann und Susanne Böse, Forschende am DIPF. Sie gehören unter anderem zu dem Institutsteam, das das Berliner Bonus-Programm wissenschaftlich begleitet. Mit dem Programm will das Land Berlin Schulen in besonders schwieriger sozialer Lage mit zusätzlichen finanziellen Mitteln helfen, ihre Schülerinnen und Schüler besser zu fördern. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DIPF schauen sich diese Initiative genauer an.

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Marko Neumann und Susanne Böse

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