Bildung und Migration: Schritte in die richtige Richtung, denen weitere folgen müssen

In einem neuen Beitrag unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des aktuellen nationalen Bildungsberichts liegt das Augenmerk auf dem Schwerpunktthema des Berichts: Bildung und Migration. Professor Dr. Kai Maaz und Dr. Daniela Jäger-Biela vom DIPF geben einen detaillierten Überblick über die Entwicklung in diesem Bereich in den vergangenen Jahren und weiterhin bestehende Herausforderungen:

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2013 hatte ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Foto: Fotolia.com – Robert Kneschke

„Das Verhältnis von Migration und Bildung ist für die Bundesrepublik seit je her von großer Bedeutung. Noch bevor es zu den aktuellen Wanderungsbewegungen kam, hatte 2013 bereits ein Fünftel der Bevölkerung hierzulande einen Migrationshintergrund (siehe *Stichwort Migrationshintergrund). Und bezogen auf die besonders bildungsrelevanten Altersgruppen liegt bundesweit der Anteil der unter 10-Jährigen mit 35 Prozent und der 10- bis unter 20-Jährigen mit zirka 30 Prozent noch einmal deutlich höher. Das Schwerpunktkapitel des aktuellen Bildungsberichts setzt sich intensiv mit dieser Thematik auseinander und nimmt dabei folgende zentrale Fragen in den Blick: Wie ist Integration im letzten Jahrzehnt in den Bildungsbereichen verlaufen, welche Herausforderungen bleiben und welche Ergebnisse, die Disparitäten erklären könnten, liegen bisher vor? Der folgende Beitrag gibt hierzu einen Überblick.

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Hoffnungsträger Kita & Co

Im neuesten Teil unserer Blog-Serie zu den Ergebnissen des aktuellen nationalen Bildungsberichts werfen mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Mariana Grgic und Christiane Meiner-Teubner Forscherinnen und Forscher des Deutschen Jugendinstituts (DJI) einen Blick auf die Lage im frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsbereich – auf erfüllte oder enttäuschte Erwartungen, auf genutzte Chancen und weiter bestehende Herausforderungen:

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Die Anzahl der Plätze in frühkindlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist allein von 2013 bis 2015 um 100.000 Stück gestiegen.  Foto: Lucélia Ribeiro

„Gesellschaftliche Reformen sind stets begleitet von Hoffnungen und Sorgen. Das Feld der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bildet da keine Ausnahme: Der Ausbau der Kindertagesbetreuung im vergangenen Jahrzehnt war immer auch geprägt von einer Mischung aus Zuversicht und Skepsis – bei Verantwortlichen, Betroffenen sowie Beobachterinnen und Beobachtern. So erwarteten manche Beteiligte, dass sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die Schaffung einer ausreichenden Zahl an Plätzen im frühkindlichen Bildungsbereich verbessern sowie – damit verbunden – die Erwerbstätigkeit von Frauen steigen werde. Betont wurde auch immer wieder, dass ein früher Einstieg in die Kindertagesbetreuung die Bildungschancen von Kindern aus benachteiligten Familien erhöhen werde. Demgegenüber warnten Skeptikerinnen und Skeptiker vor einem dramatischen Bedeutungsverlust der Familie für Kinder. Im Folgenden soll deshalb eine kurze Bilanz gezogen werden: Welche in den Ausbau der frühkindlichen Bildungsangebote gesetzten Hoffnungen haben sich erfüllt, welche nicht? Welche Befürchtungen wurden von der Realität bestätigt, welche nicht? Dabei zeichnet der Beitrag vier ausgewählte Entwicklungstendenzen nach.

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