Als Bildung in der DDR am runden Tisch verhandelt wurde

Kurz nach dem Mauerfall kamen die Opposition und die Regierenden der DDR am „Zentralen Runden Tisch“ zusammen. Sie verhandelten über freie Wahlen, eine neue Verfassung und am 5. März 1990 auch über eine Neuordnung des Bildungswesens. Im DIPFpodcast erläutert Historikerin Professorin Dr. Sabine Reh, welche Bildungsvorschläge auf dem Tisch lagen, wie sie im zeitlichen Kontext zu bewerten sind und wie die Verhandlungen vom Lauf der Geschichte überholt wurden.

 

Gespräch
Sabine Reh im Gespräch mit Philip Stirm

 

 

Reh

 

Professorin Dr. Sabine Reh ist Direktorin der Abteilung „BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung“ des DIPF und Professorin für Historische Bildungsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf die Kultur- und Sozialgeschichte des pädagogischen Wissens sowie der pädagogischen Institutionen und Praktiken und dabei insbesondere auf die Geschichte des Unterrichts und der schulischen Prüfungen.

 

Tagung: Aus Anlass des 30. Jahrestages der Beratungen des runden Tischs über das Bildungssystem der DDR veranstaltet die BBF am Freitag, 13. März 2020, eine Fachtagung. Dabei diskutieren Forschende und damals Beteiligte die seinerzeit von der „Arbeitsgruppe Bildung, Erziehung und Jugend“ vorgeschlagenen Ideen und ihre historische Einordnung. Mit dabei sind ehemalige Mitglieder der Arbeitsgruppe, darunter Marianne Birthler, von 2000 bis 2011 Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, und Dr. Jan Hofmann, von 2011 bis 2016 Staatssekretär im Kultusministerium von Sachsen-Anhalt.

Überblick: Im Bundesarchiv findet sich eine umfassende Dokumentation des „Zentralen Runden Tisches“ der DDR. Dort erhalten Sie vertiefende Informationen über die Zusammensetzung, die Sitzungen, die Arbeitsgruppen und die Ergebnisprotokolle des Tisches.

Dieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Philip Stirm für DIPF.