Wenn Kinder wegweisende Lernfortschritte machen …

Huschka, Brandenburg, Ehm
Dr. Jan-Henning Ehm gehört im DIPF-Arbeitsbereich „Entwicklung erfolgreichen Lernens“ zum Leitungsteam von mehreren Forschungsprojekten zum Thema früher Bildung.

Dr. Jan-Henning Ehm ist Bildungsforscher und Habilitand am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Mit seiner Arbeit an Wie Kinder zwischen vier und acht Jahren lernen – Psychologische Erkenntnisse und Konsequenzen für die Praxis beteiligte er sich zum ersten Mal federführend an einem wissenschaftlichen Buchprojekt. Wir sprachen mit Dr. Ehm über die Lernmotivation von Kindern im Vorschulalter, verschiedene Ansätze zur Förderung ihrer Schulfähigkeit beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule und über seine Mitarbeit als Erstautor an dem pädagogisch-psychologischen Lehrwerk.

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Martin Luther, Pionier der modernen Pädagogik?

Luther im Kreise seiner Familie

Im Reformationsjahr 2017 begegnet er uns überall: Martin Luther. Die evangelische Kirche feiert das 500. Jubiläum der Veröffentlichung seiner 95 Thesen, zahlreiche Prominente – von Jürgen Klopp bis Gundula Gause – engagieren sich als „Reformbotschafter/-innen“ und über die Bedeutung des einflussreichen Reformators auf unser heutiges Leben wird rege diskutiert. Auch die historische Bildungsforschung hat anlässlich des Jubiläums den Einfluss Martin Luthers und der Reformation auf die Schul- und Erziehungsgeschichte in den Blick genommen. Die spannende Frage: War Martin Luther ein Vorkämpfer von Aufklärung und Modernisierung im Schulwesen? Dr. Joachim Scholz, Leiter des Forschungsbereichs in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) am DIPF, hat sich den Stand der Forschung für einen Gastbeitrag im DIPFblog genau angeschaut.

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Entwicklungsverläufe von Kindern verstehen – Bildungsforschung am Frankfurter IDeA-Zentrum

Dr. Ulrike Hartmann
Foto: Andrea Herzog

Dr. Ulrike Hartmann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildungsforschung in der School of Education der Bergischen Universität Wuppertal. Bis 2016 hat sie am DIPF die Koordination des IDeA-Zentrums geleitet. Das Center for Research on Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk ist ein interdisziplinäres wissenschaftliches Zentrum zur Erforschung der Lernprozesse von Kindern, deren Bildungserfolg gefährdet ist. Ziel ist es, die Erkenntnisse zu generieren, die zur Verbesserung individueller Lernchancen beitragen können. Nun ist ein Sammelband mit den Ergebnissen ausgewählter Forschungsprojekte aus den ersten sechs Jahren des IDeA-Zentrums im Kohlhammer Verlag erschienen. Im Interview erläutert Mitherausgeberin Hartmann die Zielsetzung von IDeA, gibt einen Vorgeschmack auf die Inhalte des Buches und verrät uns, wie lange es dauert, bis aus den Beiträgen von über 60 Personen ein Sammelband wird.

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Hoffnungsträger Kita & Co

Im neuesten Teil unserer Blog-Serie zu den Ergebnissen des aktuellen nationalen Bildungsberichts werfen mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Mariana Grgic und Christiane Meiner-Teubner Forscherinnen und Forscher des Deutschen Jugendinstituts (DJI) einen Blick auf die Lage im frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsbereich – auf erfüllte oder enttäuschte Erwartungen, auf genutzte Chancen und weiter bestehende Herausforderungen:

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Die Anzahl der Plätze in frühkindlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist allein von 2013 bis 2015 um 100.000 Stück gestiegen.  Foto: Lucélia Ribeiro

„Gesellschaftliche Reformen sind stets begleitet von Hoffnungen und Sorgen. Das Feld der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bildet da keine Ausnahme: Der Ausbau der Kindertagesbetreuung im vergangenen Jahrzehnt war immer auch geprägt von einer Mischung aus Zuversicht und Skepsis – bei Verantwortlichen, Betroffenen sowie Beobachterinnen und Beobachtern. So erwarteten manche Beteiligte, dass sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die Schaffung einer ausreichenden Zahl an Plätzen im frühkindlichen Bildungsbereich verbessern sowie – damit verbunden – die Erwerbstätigkeit von Frauen steigen werde. Betont wurde auch immer wieder, dass ein früher Einstieg in die Kindertagesbetreuung die Bildungschancen von Kindern aus benachteiligten Familien erhöhen werde. Demgegenüber warnten Skeptikerinnen und Skeptiker vor einem dramatischen Bedeutungsverlust der Familie für Kinder. Im Folgenden soll deshalb eine kurze Bilanz gezogen werden: Welche in den Ausbau der frühkindlichen Bildungsangebote gesetzten Hoffnungen haben sich erfüllt, welche nicht? Welche Befürchtungen wurden von der Realität bestätigt, welche nicht? Dabei zeichnet der Beitrag vier ausgewählte Entwicklungstendenzen nach.

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„Individuelle Förderung – am besten den ganzen Tag lang“

Monika mattes
Dr. Monika Mattes

FRAGEN AN Warum es diese Einsicht in Deutschland schwer hatte, der Westen des Landes über Jahrzehnte international einen Sonderweg gegangen ist und wie diese Entwicklung im Ost-West-Konflikt begründet liegt, erklärt die DIPF-Bildungshistorikerin Dr. Monika Mattes im Interview.

Frage: „Ein Konsortium aus Wissenschaftlern, an dem auch Kolleginnen und Kollegen vom DIPF beteiligt sind, legt dieser Tage neue Ergebnisse der StEG-Studie vor. Sie selbst haben Jahre lang zur Ganztagsschule an einer eigenen Studie geforscht – aus einer historischen Perspektive. Wo steht die Entwicklung, wenn man den historischen Abgleich betrachtet?“

Mattes: „Ich würde aktuell von einer Reformphase sprechen, die mit dem Investitionsprogramm der rot-grünen Regierung 2003 zum Ausbau von Ganztagsschulen begonnen hat – auch in Reaktion auf das schlechte Abschneiden Deutschlands in der ersten PISA-Studie 2000. Das 4 Milliarden-Investitionsprogramm markiert eine Weichenstellung für mehr Ganztagsschulen und eine deutliche Abkehr von der bisherigen westdeutschen Tradition als Halbtagsschulland.“

Frage: „Liegt in dieser Tradition auch die erschwerte Einführung der Ganztagsschule in Deutschland begründet?“

Kramsdorf, Krippenkinder beim Essen
Westdeutsches Schreckensbild: Kinder in einem Hort im Kreis Weimar 1989. Inder DDR war die Kombination aus Halbtagsschule und Schulhort die Regel. Foto: Hirndorf

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On Education and Participation

Prof. Dr. Marcus Hasselhorn is the Executive Director of the German Institute for International Educational Reseach.
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn is the Executive Director of the German Institute for International Educational Reseach.

What does this growing multiculturalism imply for the future of countries in Europe? „Education is at least one of the most powerful tools for successful integration and participation“ says Professor Marcus Hasselhorn, who spoke in front of the Arraiolos Group, which includes all non-executive heads of state of the EU. The speech on education and participation, held on September 22, in exact wording:

„Populations in most European countries are increasingly multicultural – though to a different extent. In 2012, for example, more than 12 percent of the people living in Europe had not been born in their country of residence. The current flow of refugees has now probably led to a far higher ratio.

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„Dyslexic readers face different challenges in reading of different orthographies“

Dr. Irit Bar-Kochva is a scholarship holder at DIPF.
Dr. Irit Bar-Kochva is a scholarship holder at DIPF.

THREE QUESTIONS TO Irit Bar-Kochva, scholarship holder at DIPF, researches the development of successful learning and specifically lexical intervention in reading. In our interview, she explains why German and Spanish children learn reading very fast compared to English pupils and how readers who struggle with dyslexia might be helped.

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Perspektivwechsel auf Irisch

Dr. Anett Wolgast
Dr. Anett Wolgast

Manchmal wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorgeworfen, die Anbindung an die Praxis aus den Augen zu verlieren. Wir können hier nicht die gesamte Wissenschaft verteidigen, möchten aber an dieser Stelle exemplarisch unsere Mitarbeiterin Dr. Anett Wolgast vorstellen: Wolgast ist in der Abteilung Bildungsqualität und Evaluation tätig und arbeitet dort aktuell unter anderem am Projekt StEG – Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen mit. Für ein zukünftiges Projekt plant sie eine Grundlage für ein Trainingsprogramm, das Lehramtsstudierenden und Lehrkräften dabei helfen kann, zwischen ihren eigenen Zielen, Werten und Bedürfnissen und denen von Kindern zu unterscheiden. Diese Unterscheidung dient der bedürfnisorientierten Förderung von Kindern. Der Weg dorthin führte sie zu einer Zwischenstation nach Irland. Weiterlesen

„Eltern sollen die Sprache sprechen, in der sie sich zu Hause fühlen“

Dominique Rauch
Dominique Rauch

DREI FRAGEN AN Dr. Dominique Rauch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIPF mit dem Forschungsschwerpunkt „Bedingungen und Förderung des schulischen Erfolgs von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund“ über den Diskurs über eine Deutschpflicht zu Hause. Weiterlesen