Wissenschaftliche Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt

Computer

Viele Arbeitssuchende in Deutschland bringen auch ohne anerkannten Ausbildungsabschluss Erfahrungen und Fertigkeiten in Berufen mit. Das trifft zum Beispiel auf Zugewanderte zu, die ihre Qualifikationen nicht nachweisen können. Diese Kompetenzen soll das neue, computergestützte Testverfahren MYSKILLS sichtbar machen. Entwickelt hat es die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung. Das Verfahren ist in sechs Sprachen verfügbar und vor kurzem bundesweit in den Arbeitsagenturen und Jobcentern angelaufen – für zunächst acht Berufe. Weitere folgen demnächst. Die Testergebnisse sollten helfen, die Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Zum Gelingen von MYSKILLS tragen auch zwei wissenschaftliche Teams des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) bei. Dabei geht es zum einen um die Methodik der Tests, zum anderen um das für die Tests genutzte technische System. Prof. Dr. Johannes Hartig und Prof. Dr. Frank Goldhammer gehören jeweils zum Leitungskreis eines der beiden Teams. Im Interview erläutern die beiden Forscher genauer, wie das Institut das Erfassen der beruflichen Kompetenzen unterstützt.

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Bildung lohnt sich auf dem Arbeitsmarkt – aber nicht immer in gleicher Weise

Die Erträge von Bildung auf dem Arbeitsmarkt stehen im Mittelpunkt des letzten Beitrags unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des nationalen Bildungsberichts. Professorin Dr. Susan Seeber von der Georg-August-Universität Göttingen und Professor Dr. Martin Baethge vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen legen dar, welchen Einfluss der Bildungsstand auf Erwerbsbeteiligung,  Einkommen und berufliche Position hat. Zugleich legen sie dar, dass diese Erträge je nach sozialer Gruppe, Geschlecht, Region, beruflicher Fachrichtung und inhaltlicher Passung von Ausbildung und Beschäftigung unterschiedlich ausfallen können:

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In den vergangenen Jahren war in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Erwerbsbeteiligung der 25- bis unter 65-Jährigen zu beobachten. Foto: contrastwerkstatt – Fotolia.com

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Erwerbsstruktur in Familien – so verteilen sich die Rollen

Ein weiterer Teil unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des aktuellen nationalen Bildungsberichtes steht nun online zur Verfügung. Professorin Dr. Ulrike Rockmann von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin sowie Dr. Holger Leerhoff und Thomas Lehmann vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg skizzieren die Erwerbssituation  in Familien mit Kindern und gehen dabei unter anderem auf den Stand des männlichen Alleinverdienermodells ein:

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In fast der Hälfte der Familien ist der Mann in Vollzeit und die Frau in Teilzeit beschäftigt. Foto: Flairimages – Fotolia

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in den vergangenen Jahren mehr und mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Tradierte Rollenverhältnisse wurden hinterfragt, die Möglichkeiten und Notwendigkeiten zur Erwerbstätigkeit neu bewertet. So eröffneten sich im Zuge der zunehmenden Gleichberechtigung und Akzeptanz der frühkindlichen Bildung sowie der erweiterten Angebote vor der Einschulung und später in der Schule Möglichkeiten für die Erwerbstätigkeit beider Elternteile – wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden. Gleichzeitig ergab sich vielfach aus ökonomischen Zwängen die Notwendigkeit, dass beide Partner Geld verdienen, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Im Folgenden soll die aktuelle Situation betrachtet werden.

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Arbeiten und Promovieren am DIPF – wie geht das?

Professor Dr. Eckhard Klieme
Professor Dr. Eckhard Klieme

INTERVIEW Der wissenschaftliche Nachwuchs war diese Woche eines der großen Themen am DIPF. Das Institut hatte Professor Dr. Matthias Kleiner zu Gast, den Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, der sich insbesondere um den Austausch mit den Doktorandinnen und Doktoranden bemühte. Aber was heißt es eigentlich, sich als junge Wissenschaftlerin oder als junger Wissenschaftler am DIPF zu bewerben? Was erwartet einen und welche Voraussetzungen sind notwendig – vor allem hinsichtlich einer Promotion? Studierende des Masterstudiengangs Erziehungswissenschaft der Frankfurter Goethe-Universität haben Fragen an DIPF-Vorstandsmitglied Professor Dr. Eckhard Klieme gestellt. Für seine Abteilung Bildungsqualität und Evaluation hat er ihnen ausführlich geantwortet. Weiterlesen