Wenn Kinder wegweisende Lernfortschritte machen …

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Dr. Jan-Henning Ehm gehört im DIPF-Arbeitsbereich „Entwicklung erfolgreichen Lernens“ zum Leitungsteam von mehreren Forschungsprojekten zum Thema früher Bildung.

Dr. Jan-Henning Ehm ist Bildungsforscher und Habilitand am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Mit seiner Arbeit an Wie Kinder zwischen vier und acht Jahren lernen – Psychologische Erkenntnisse und Konsequenzen für die Praxis beteiligte er sich zum ersten Mal federführend an einem wissenschaftlichen Buchprojekt. Wir sprachen mit Dr. Ehm über die Lernmotivation von Kindern im Vorschulalter, verschiedene Ansätze zur Förderung ihrer Schulfähigkeit beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule und über seine Mitarbeit als Erstautor an dem pädagogisch-psychologischen Lehrwerk.

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„Bildungswissen vielfältig nutzen“

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Wie können Wissenschaft und andere gesellschaftliche Gruppen im  Bildungsbereich voneinander lernen? Diese Frage ist für die Arbeit am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) essentiell. Um den Wissenstransfer voranzutreiben, sucht das DIPF den Austausch mit Bildungspraxis, Bildungspolitik und Bildungsverwaltung ebenso wie mit der breiten  interessierten Öffentlichkeit und hat zudem intern eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet  – geleitet von Dr. Juliane Grünkorn. Im Interview erklärt die Bildungsforscherin, wie aus Transfer von Wissen über Bildung ein echter Mehrwert für alle Seiten entstehen kann. Doch sie betont auch: Das Ganze ist kein Selbstläufer. Weiterlesen

Qualität in der Ganztagsschule: Wie Wissenschaft und Praxis zusammenarbeiten

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Hausaufgabenbetreuung und Lernzeiten spielen in der Ganztagsschulentwicklung eine wichtige Rolle. Foto: pictworks / Fotolia

Nach dem „PISA-Schock“ im Jahr 2000 rückte der Auf- und Ausbau schulischer Ganztagsangebote in Deutschland in das Blickfeld der Bildungspolitik. Die ergriffenen Maßnahmen werden in der öffentlichen Diskussion immer wieder unter die Lupe genommen und auch die Bildungsforschung befasst sich verschiedentlich mit der pädagogischen Qualität an Ganztagsschulen. Seit 2005 begleitet die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) die Entwicklungen wissenschaftlich. Im Rahmen der Studie werden unter anderem regelmäßig die Schulleitungen von Ganztagsschulen in ganz Deutschland befragt und Untersuchungen zur Qualität, zu den Wirkungen und zu den Fördermöglichkeiten von Ganztagsangeboten durchgeführt. Aktuell befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und der Universität Kassel  im Teilprojekt StEG-Tandem mit der Konzeption und Evaluation von Schulentwicklungsmaßnahmen zur Gestaltung von Lern- und Übungszeiten an Ganztagsschulen. Katrin Heyl und Prof. Dr. Natalie Fischer von der Universität Kassel skizzieren, wie das Projekt dabei hilft, kooperative Strukturen bei der Hausaufgabenbetreuung und in den Lernzeiten einzuführen. Weiterlesen

(Bildungs-)Bericht aus Shanghai

Die Shanghai International Studies University. Foto: DIPF

Die Trends in unserem Bildungssystem beobachten nicht nur deutsche Medien und Bildungsforschende genau. Auch im Reich der Mitte hat man reges Interesse an Bildung in Deutschland. An der Shanghai International Studies University (SISU) gibt es seit 2014 ein Informations- und Forschungszentrum, das Entwicklungen im deutschen Bildungssystem analysiert und für das chinesische Publikum aufbereitet – in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Professor Dr.  Hans-Peter Füssel, ehemaliger Stellvertretender Leiter der Abteilung Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens (heute Struktur und Steuerung des Bildungswesens) am DIPF, war im Herbst 2017 vor Ort. Wir haben nachgefragt, welche Themen in Shanghai gerade besonders unter die Lupe genommen werden.

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Martin Luther, Pionier der modernen Pädagogik?

Luther im Kreise seiner Familie

Im Reformationsjahr 2017 begegnet er uns überall: Martin Luther. Die evangelische Kirche feiert das 500. Jubiläum der Veröffentlichung seiner 95 Thesen, zahlreiche Prominente – von Jürgen Klopp bis Gundula Gause – engagieren sich als „Reformbotschafter/-innen“ und über die Bedeutung des einflussreichen Reformators auf unser heutiges Leben wird rege diskutiert. Auch die historische Bildungsforschung hat anlässlich des Jubiläums den Einfluss Martin Luthers und der Reformation auf die Schul- und Erziehungsgeschichte in den Blick genommen. Die spannende Frage: War Martin Luther ein Vorkämpfer von Aufklärung und Modernisierung im Schulwesen? Dr. Joachim Scholz, Leiter des Forschungsbereichs in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) am DIPF, hat sich den Stand der Forschung für einen Gastbeitrag im DIPFblog genau angeschaut.

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Bildung lohnt sich auf dem Arbeitsmarkt – aber nicht immer in gleicher Weise

Die Erträge von Bildung auf dem Arbeitsmarkt stehen im Mittelpunkt des letzten Beitrags unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des nationalen Bildungsberichts. Professorin Dr. Susan Seeber von der Georg-August-Universität Göttingen und Professor Dr. Martin Baethge vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen legen dar, welchen Einfluss der Bildungsstand auf Erwerbsbeteiligung,  Einkommen und berufliche Position hat. Zugleich legen sie dar, dass diese Erträge je nach sozialer Gruppe, Geschlecht, Region, beruflicher Fachrichtung und inhaltlicher Passung von Ausbildung und Beschäftigung unterschiedlich ausfallen können:

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In den vergangenen Jahren war in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Erwerbsbeteiligung der 25- bis unter 65-Jährigen zu beobachten. Foto: contrastwerkstatt – Fotolia.com

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Die PhDIPF-Academy: „Erfahrung sammeln in der Kommunikation von Forschung“

Derzeit arbeiten am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) rund 40 Nachwuchs­wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an ihrer Promotion. Vom Zweitsprach­erwerb über die Schullandschaft in Berlin bis zum Einfluss des Geschlechts auf den Schulerfolg beschäftigen sie sich dabei in den verschiedenen Abteilungen am DIPF mit den unterschiedlichsten Themen. Unterstützt werden sie während der Entstehung ihrer Doktorarbeit im Rahmen des institutsinternen interdisziplinären Promotionsförderprogramms, dem PhDIPF. Ein Ziel des Programms ist es, Möglichkeiten für abteilungsübergreifende Kooperationen und Austausch unter den Promovierenden am DIPF zu schaffen. Dazu dient besonders die einmal jährlich stattfindende PhDIPF-Academy, auf denen die angehenden Doktorandinnen und Doktoranden ihre Promotionsvorhaben vorstellen. Im Juni 2017 fand die Academy in der sechsten Runde statt. Wir haben Daniel Bengs, Doktorand im Informationszentrum Bildung und ehemaliges Mitglied der Promovierendenvertretung am DIPF, gefragt wie es war.
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Technology Based Assessment … in Afghanistan

Foto: Nasir Mahboob

Am Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA-Zentrum) des DIPF entwickeln und erforschen Fachleute aus den unterschiedlichsten Disziplinen gemeinsam computerbasierte Verfahren zur Erfassung von Lernergebnissen. Die Teams vereinen Expertise aus Psychologie, Informatik, Psychometrie und Ingenieurswesen. Sie unterstützen Erhebungen wie das Nationale Bildungspanel oder die internationalen PISA-Studien. Jüngstes Beispiel: Das Zentrum begleitet im Rahmen eines GIZ-Projektes ein Verfahren, mit dem in Afghanistan Schülerinnen und Schülern für die Aufnahme in Modellschulen ausgewählt werden. Dr. Jean-Paul Reeff hat die Arbeiten koordiniert, Angelika Sichma war dafür zuständig, die am DIPF und der Universität Luxemburg entwickelten Aufgaben für die computergestützte Kompetenzmessung aufzubereiten. Wir haben die beiden in Frankfurt zum Gespräch getroffen.

Technology Based Assessment … in Afghanistan_ENGLISH

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Bildung und Migration: Schritte in die richtige Richtung, denen weitere folgen müssen

In einem neuen Beitrag unserer Blog-Serie über die Ergebnisse des aktuellen nationalen Bildungsberichts liegt das Augenmerk auf dem Schwerpunktthema des Berichts: Bildung und Migration. Professor Dr. Kai Maaz und Dr. Daniela Jäger-Biela vom DIPF geben einen detaillierten Überblick über die Entwicklung in diesem Bereich in den vergangenen Jahren und weiterhin bestehende Herausforderungen:

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2013 hatte ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Foto: Fotolia.com – Robert Kneschke

„Das Verhältnis von Migration und Bildung ist für die Bundesrepublik seit je her von großer Bedeutung. Noch bevor es zu den aktuellen Wanderungsbewegungen kam, hatte 2013 bereits ein Fünftel der Bevölkerung hierzulande einen Migrationshintergrund (siehe *Stichwort Migrationshintergrund). Und bezogen auf die besonders bildungsrelevanten Altersgruppen liegt bundesweit der Anteil der unter 10-Jährigen mit 35 Prozent und der 10- bis unter 20-Jährigen mit zirka 30 Prozent noch einmal deutlich höher. Das Schwerpunktkapitel des aktuellen Bildungsberichts setzt sich intensiv mit dieser Thematik auseinander und nimmt dabei folgende zentrale Fragen in den Blick: Wie ist Integration im letzten Jahrzehnt in den Bildungsbereichen verlaufen, welche Herausforderungen bleiben und welche Ergebnisse, die Disparitäten erklären könnten, liegen bisher vor? Der folgende Beitrag gibt hierzu einen Überblick.

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